Girls on Trails

Girlscamp mit dem Trail Magazin von Nadine Hermann

Die Ankündigung des Trail-Magazins ein Trail-Camp nur für Girls durchzuführen machte dann doch neugierig. Vier Tage „betreutes“ Laufen in Ruhpolding, im Wellness-Hotel, im Einzelzimmer und ein Geschenk gibt es auch noch…voll Mädchen. Es sollte in zwei Gruppen gelaufen werden, Anfänger und Fortgeschrittene. Zu welcher Gruppe gehört Frau, wenn Frau aus dem Siegerland kommt? Wer nimmt noch alles teil? Bin ich nachher die einzige Anfängerin? Kann ich mithalten? Also, damit Frau nachher nicht alleine da steht (läuft), fragt sie zwei Lauffreundinnen ob sie mit wollen. Klar wollen die mit!

Also wird Mittwoch Morgen der kleine Polo bepackt! Drei Girls und ca. 18 Paar Schuhe machen sich auf den Weg nach Ruhpolding. Wie schön, dass Wertheim mit seinen Outletstores auf dem Weg liegt, da kann man dann noch einen Zwischenstopp einlegen. Mit noch mehr Gepäck kommen wir am Hotel in Ruhpolding an.


Da schlappt uns auch schon jemand in Laufhose und Käppi entgegen. Es ist Stephan, er begrüßt uns fröhlich und begleitet uns in die Eingangshalle, wo er uns dann Denis vorstellt (scheint der Ruhigere von beiden zu sein). Jetzt ab auf’s Zimmer, auspacken und Laufklamotten an, denn in einer halben Stunde ist der erste gemeinsame Lauf. In der Ausschreibung stand geschrieben: 18 Uhr Start zu einem ca. 70 min Lauf und Abendessen 19Uhr!? Mmmhh…..die haben das wohl im Griff.

Die Neugierde auf die anderen Mädels steigt. Alle kommen in der Lobby zusammen, und nach einer kurzen Vorstellungsrunde sind einem alle sympathisch. Nun geht’s raus zum Trail-Magazin- Zelt. AAAH….., die zwei Kerle wissen wie man(n) Frauen glücklich macht, eine Wand mit Laufschuhen wartet auf uns.  Testschuhe von Salomon, jeder der möchte darf in den kommenden Tage mit diesen Schuhen rumwatzen. Ich entscheide mich für die Gelb-Schwarzen, sehen hübsch aus….! Was ich bis hierhin nicht wußte: Dieses Paar Schuhe hatte nur auf mich gewartet, sie schäumten vor Freude über und ab dem Zeitpunkt waren wir unzertrennlich!!!
Ich könnte, wenn ich wöllte jetzt weiter so ausführlich schreiben, ich könnte schreiben wie schön die Trails waren die Stephan uns hat laufen lassen, ich könnte auch schreiben wie Denis sich verlaufen hat oder wie er das Kälbchen gerettet hat, wie schön es war am Wasserfall die Füße zu kühlen, wie toll das Hotel war, wie wir vor wilden Pferden gerettet wurden, wie lecker das Essen war, wie schön das Wetter war, wie atemberaubend die Ausblicke waren, wie toll das gemeinsame Eisessen war, wie ich eine Wette gewonnen habe, aber ich versuche mich kurz zu fassen.

Der Traillauf ( von englisch trail = Pfad, Weg; im Deutschen auch als Waldlauf oder Landschaftslauf bezeichnet) ist eine Form des Langstreckenlaufs, die abseits asphaltierter Straßen stattfindet. So wird es bei Wikipedia erklärt.
Mir fällt es schwer nach vier Tagen mit Denis und Stephan, meinen beiden Mädels und den sieben Anderen (die Kämpferin, die Pflanzenkundlerin, die Gelassene, die Flinke, die Ruhige, die Stürmerin und die Freundin) eine einfache Erklärung zu finden. Für mich ist Trailrunning ein Gefühl, das Erleben, die Berge rauf zu laufen oder zu gehen, neue Leute kennenzulernen die genau so ’nen Knall haben wie ich. Über Stock und Stein zu klettern, von Riesengebirgsameisen angegriffen zu werden, den Gipfel zu erklimmen, die Aussicht zu genießen, bei sich zu sein, zu Lachen bis man Bauchschmerzen hat, Tränchen vergießen weil es einen aus den Socken haut, sich in ein Gipfelbuch eintragen, Fotos machen, die Waldbeeren am Wegesrand toll finden, obwohl sie voll sauer sind, die fluffige Raupe entdecken, den Downhill fliegen, dumme Sprüche austeilen und einstecken, kichern bis zum Umfallen, nachdenklich am Wasserfall sitzen,……, auch hier könnte ich, wenn ich wöllte noch mehr schreiben. Ich lass es aber, ich denke da hat jeder so seine eigene Erklärung für TRAILRUNNING.


Zum Schluss noch ein paar Worte an Denis und Stephan. Ich habe sehr wohl euer Augenrollen mitbekommen, wenn kurz vor Laufbeginn doch noch mal alle für kleine Königstigerinnen mussten, auch das zwischenzeitliche Kopfschütteln ist mir nicht entgangen. Am schönsten fand ich die Fragezeichen die die ganze Zeit um eure Köpfe geschwirrt sind und ich fand es jetzt nicht soo tragisch, dass ihr die Frage: „Für welche Körbchengröße eignet sich welcher Sport-BH am ehesten?“, nicht beantworten konntet. Ich denke ein Jahr Erholung reicht euch, dann will ich wieder kommen und alles nochmal so machen!!! Bitte nur neue Trails!

An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal für eine tolle Zeit bedanken und für wahnsinnig schöne Trails! Es war mit Sicherheit nicht immer leicht für euch, aber ihr habt einen guten Job gemacht……. zehn „Girls on Trails“ sind glücklich!


Fluffige Grüße, Nadine.

Ein Gedanke zu „Girls on Trails

  1. Heike Schürbusch sagt:

    Ich war dabei und Nadine hat mir aus dem Herz geschrieben. So habe ich auch all das empfunden. Es war der Hammer. Viele Grüße Heike

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