Der Herr der Trails: Die zwei Türme.

Dies‘ ist die Geschichte des Weltherrschers. Es ist die Geschichte eines größenwahnsinnigen, aber durchaus sympathischen jungen Trailbit. Trailbits sind das gutmütige und friedfertige Volk, welches bevorzugt die Wälder von Trailingen bewohnte. Sie scheuen Städte und sind am liebsten auf den Trails ihrer eigenen Wälder unterwegs und wo sie atemberaubende Strecken zusammenstellen und sie sich gegenseitig zeigen. Es war ein fröhliches miteinander, denn man freute sich, wenn ein anderer Trailbit (oder man selbst) einen neuen Trail erschloß. Den Trailbits war ihr eigenes Revier sehr wichtig und die Trailpflege eine wichtige Angelegenheit. Andererseits wird jeder Trailbit mit einem stark ausgeprägtem Fernweh geboren. So entstand ein reger und friedlicher Austausch der Trailbit-Völker aus unterschiedlichen „Revieren“. So nannten sie nämlich das Gebiet oder das Mittelgebirge, welches sie bevorzugt beliefen. Doch das Idyll währte nicht lange…

Unter den Trailbits grassierte das böse: „Trailon“ der übelste Scherge, den das friedfertige Volk der Trailbits je gesehen hatte. Obwohl man ihm einen ehrenvollen Namen gab, hasste „Trailon“ die Trails. Er hasste die gutmütigen Trailbits und den Spaß den sie empfanden. Er hasste das zwitschern der Vögel und den Geruch von Wäldern. Er fiel oft über Wurzeln und Steine, was seine Abneigung gegen die Natur immer größer werden ließ. Er war ein grobschlächtiger Tollpatsch. Trailon schloß einen geheimen Pakt mit den Tarmacs. Die Tarmacs sind das bucklige Volk, welches am liebsten in dunklen Räumen vor Flimmerkisten hing. Ihre Haut ist weiss und nahezu durchsichtig. Sie hassten ebenfalls Wälder und das Benutzen ihrer Beine zur Fortbewegung. So asphaltierten die Tarmacs alles, was ihnen und ihren fahrbaren Untersätzen in die Quere kam.

„Trailon“ hatte seine Schergen unter dem Volk der Trailbits und sie streuten die böse Botschaft. Nach und nach zogen die Trailbits in die Städte und wurden zu willenlosen Sklaven der Tarmacs. Sie fällten die Bäume ihrer eigenen Wälder und streuten Schotter auf die Trails. Die willenlosesten unter ihnen fingen an, die Trails zu asphaltierten.

So gelang es „Trailon“ das Heiligtum der Bergsträsser Trailbits einzunehmen. Den Melibokus. Er errichtete seinen dunklen Turm inklusive Sendemast, von dem er Kontakt zu den Tarmacs und die Trailbits unter seinem Moloch hielt. Mit der 68km langen Bergstraße fiel auch die natürliche Verteidigungslinie der Odenwälder Trailbits, die ihren Hauptsitz am Felsberg oberhalb des Felsenmeeres hatten. Ganz unweit des Melibokus‘. Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch der Odenwald unter die Gewalt von „Trailon“ fielt.

Doch unter den Trailbits gab es einen Auserwählten. Zumindest sah er sich selbst so. Er nannte sich „Der zukünftige Weltherrscher“ und wurde von seines seinesgleichen meist müde belächelt. Doch ihm war es (wie vieles andere) egal. Er ließ sich von „Trailon“ nicht unterjochen und erkundete weiter die Gebiete des Odenwalds und der Bergstraße, die nun immer verlassener waren und rauer wurden.

Eines Tages erreichte den zukünftigen Weltherrscher eine Nachricht. Sabbernd und hechelt lehnte er sich an einen Baum als zwei Stimmen durch ein Astloch riefen: „Hör zu, du Lump! Du musst dieses Gebiet befreien, die Gesellschaft des Guides wird dich besuchen. Wir hoffen, du weisst diese Ehre zu schätzen!“ sprachs und schwieg still. Es waren die zwei Weisen Gantrail und Trailuman. Sie gaben die heilige Schrift der Trailbits heraus: Das TRAIL-Magazin.

 

Der zukünftige Weltherrscher freute sich sehr über die große Ehre, die ihm zu Teil wurde, allerdings war er auch sehr nervös. Die Gesellschaft des Guides reiste aus ganz „Mittrailde“ an, um die hohe Kunst des Trailrunning zu zelebrieren und nun war er der Zeremonienmeister.

Der zukünftige Weltherrscher begann die verlorenen Trails rund um den Melibokus und den zwei Türmen zu erschließen. Er wollte die Liebe zu den Trails und der Natur in die Herzen der Trailbits zurückbringen und die Gesellschaft des Guides (im Volksmund Revierguide) war die ideale Möglichkeit dazu. Natürlich wollte er auch seine Position als Wetherrscher festigen. Doch ob das alles gelingen sollte?

 

 

4 Gedanken zu „Der Herr der Trails: Die zwei Türme.

  1. Steve sagt:

    Einst wohnte ich auch in den Auen deines Reviers, bis es mich in die südlicheren Gefilde zog. Leider ist es mir nicht möglich deinem Ruf zu folgen und Gantrail und Trailuman zu begleiten, da ich mich auf eine große Reise in das Land des roten Ahorns vorbereite. Der stählerne Adler hebt nur wenige Stunden nach eurem Abenteuer ab und bringt mich in dieses ferne Land, wo die Trails noch unberührter sind.

    Junge lass es krachen und zeig den Typen was es in Hessen für geniale Trails gibt. Ich wünsche dir viel Spaß…auf das die Teilnehmer diesen Tag nie vergessen werden!

  2. Fox sagt:

    Oh my… Ich bin da leider gerade an dem blöden Gardasee, wo es kaum Trails geben soll… Schade!

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