Läufer auf Bewährung

Jeder, der für sein Leben gerne läuft, kennt das Gefühl, wenn man verletzt ist und der Arzt einem eine Laufpause aufbrummt. Man fühlt sich seiner Freiheit beraubt und führt sich selbst in das Gefängnis ‚Wohnung‘ ab. Mit imaginären Fußschellen an den Beinen sitzt man nun in seinem Gefängnis und lugt durch die Gitter (Rollos) in die Freiheit und seufzt, wenn man Sonnenschein und leicht bekleidete Läufer sieht.
Der Peilsender am Bein vollstreckt die einstweilige Verfügung, sich dem Wald und seinen Trampelpfaden auf 50m zu nähern.
Vor einer Woche wurde ich in erster (Radiologe) und zweiter Instanz (Hausarzt) freigesprochen, die Fußschellen und der Peilsender sind ab und frohen Mutes kann ich die Trampelpfade Darmstadts und Umgebung wieder belästigen. Was ich dann auch sofort tue.
Doch es ist nicht so, wie es vorher einmal war. Das Knie ist zwar nicht ernsthaft beschädigt (Kreuzbänder und Meniskus sind in Ordnung), aber irgendetwas drückt bzw. klemmt im linken Knie.
Vergleichbar mit Sand im Schuh. Das schmerzt nicht und man läuft auch mit den Körnchen im Schuh weiter, möchte sie aber so schnell wie möglich loswerden, weil die Fitzelchen nerven und den Komfort schmälern.
Die Freiheit ist geheuchelt und eigentlich eher eine Bewährung. Was mach‘ ich nun? Weiter- und weglaufen und damit eine weitere Strafe riskieren? Oder gleich den Bewährungshelfer (Hausarzt) aufsuchen und womöglich sofort eine Strafe kassieren?
Nun, ich entscheide mich für den Mittelweg: Die Freiheit solange zu genießen, bis das Wetter totaler Mist ist und eine Strafe nicht ganz so schlimm. In der Hoffnung, dass sich das Problem bis dahin in Wohlgefallen auflöst.
Das Projekt „Ultrawaldsteig Edersee“ ist abgesagt und an langfristige Vorbereitungen denke ich jetzt erstmal auch nicht. Die Gesundheit des eigenen Körpers ist ein sehr kostbares Gut und vor allen Dingen: Sie lässt sich zeitlich nicht planen!
Das Fernziel Transalpine-Run 2014 steht aber immernoch und der „Ultrawaldsteig Edersee“ ist aufgeschoben. Nicht aufgehoben.

Ihr merkt schon richtig: Es ist ein Kreuz mit meinem linken Knie 😉

Doch die Sonnenstrahlen und die Gewissheit, dass mit Meniskus und Kreuzbändern alles in bester Ordnung ist, muss genossen werden und so tobe ich mich endlich wieder auf meinen heimischen Pfaden aus…

Internationaler Waldkunstpfad.

Goethefelsen.

Herrgottsberg.

Goethefelsen.

Magnetsteinpfad.

Cambrai-Fritsch-Kaserne.

Internationaler Waldkunstpfad.
Trampelpfaden mit Freunden und BGB.
Making-Of: Trampelpfaden mit BGB.

Bis demnächst 🙂

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