Düsseldorf.

Zurück auf Anfang, oder:
Wo habe ich eigentlich zum ersten Mal „so richtig“ Trampelpfadlaufen zelebriert?
In Düsseldorf. Ja, genau.
Frisch aus dem Strandurlaub und eigentlich für meinen Trainerjob angereist habe ich den Grafenberger Wald für mich entdeckt. Vor genau einem Jahr war das. Und wie es mir die Sprache verschlagen hat…

Der Einsteig.

 …denn gleich gegenüber der Zufahrt zum ‚Deutschen Tischtennis-Zentrum (DTTZ)‘ beginnt auch schon der „andere“ Großstadtwahnsinn. Während man sich ein paar Kilometer weiter westlich dem Verlockungen der Altstadt hingeben kann, kann man hier die schönsten Trampelpfade bestaunen, die man möglicherweise in einer Großstadt finden kann.
(Geheimtipp: Im Grafenberger Wald laufen, eine echte ‚Minipizza‘ naschen, ein leckeres Altbier trinken und an den Rhein setzen. In dieser Reihenfolge.)
Zu Beginn legt man schon die meisten Höhenmeter zurück, denn vom Start weg läuft man (bzw. ich) gleich zum „Schönen Ausblick“, dem höchsten Punkt im Grafenberger Wald.

„Schöner Ausblick“, falls gescheit fotografiert.

Dort genießt man einen herrlichen Ausblick über das gesamte Stadtgebiet Düsseldorfs. Neben dem Düsseldorfer Fernsehturm erkenne ich in der Ferne erkenne deutlich die „Vollrather Höhe“, einem aufgeschütteten Berg aus dem Abraum des Tagebaus. Immerhin auch ein Berg.
Daneben sehe ich die Kraftwerke qualmen und ich weiss, dass ich in der Heimat bin.

Dem Ausblick den Rücken zuwenden und schon geht es runter in den ersten Downhill.
Die Heinrich-Heine-Klinik ist nebenan, also kann man so richtig ausrasten 😉

Downhillparadies Düsseldorf.

Der Grafenberger Wald bietet viele kleine und urige „Single-Trails“ und ein dichtes, „mehrstöckiges“ Wegenetz in dem man sich wunderbar austoben und verlieren kann. Das Querfeldeinlaufen wurde hier vermutlich erfunden, denn man kommt garnicht drumherum…

Querfeldein.

…einfach mal Slalom zwischen den Bäumen auf den Weg im Stockwerk darunter zu stürzen. Es ist einfach zu verlockend. Guten Gewissens kann man das tun, denn man braucht sich keine Sorgen um die Tierwelt zu machen. Diese ist leider nebenan im Tierpark eingesperrt.
Hat man kein Bock auf Schotter, weicht man eben auf das Querfeldein oder die sandigen Pferdewege aus. Tatsächlich begnet einem dort der ein oder anderen Reiter. Wahrscheinlich eines der Rennpferde von der benachbarten Pferderennbahn?

Geheimweg.

Hält man die Augen offen, entdeckt man den ultimativen Schatz des Grafenberger Waldes. Ein kleiner knackiger Anstieg (Abstieg nicht zu empfehlen 😉 ), den nur der eingefleischte Trampelpfadläufer entdeckt. Der Geheimweg geht von einem Pferdeweg ab und befindet sich unmittelbar vor einer Brücke.
Zur Belohnung für den kurzen Adrenalinkick gibt es eine Bank, auf der man kurz innehalten und die Stille im Großstadtdschungel genießen kann.

Alpenfeeling.

An den Kinderspielplätzen findet man sogar eine kleine „Bergquelle“ die einen für kurze Zeit in die Alpen versetzt.

Place to be.

Ihr seht das allererste Bild in diesem Blog…?

Statt dem Weg zu folgen kann man nun einfach mal nach rechts blicken. Wenn ihr den verwurzelten Baum seht, dann beginnt der Kletterwahnsinn. Möglichst gradlinig kann man nun auf allen Vieren bis kurz unter den „Schönen Blick“ laufen und sich kurz aber heftig die Muskulatur übersäuern.

Mit einem debilen Grinsen im Gesicht – welches mich schon während des Laufens begleitete – beende ich diesen Lauf und muss feststellen, wie reich die Trampelpfade dieser Welt sind. Man muss sie nur entdecken wollen.
Und dort wo alles anfing werden Pläne geschmiedet für das was kommen wird…


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