Testbericht: Arc´teryx Incendo Short

Arc´teryxwar mir nie ein Begriff gewesen, bis ich diverse US-amerikanische Trampelpfadläufer mit deren Kleidung durch die Gegend rennen sah. Die Optik sprach mich sofort an und das Logo hat auch was, doch taugt die Hose denn auch was, wenn man sie laufend durch die Gegend führt?
Mir wurde die Arc´teryx Incendo Short zum Testen zur Verfügung gestellt und endlich konnte ich eines der Produkte auf Herz und Nieren testen.
Kurz nach dem Auspacken fällt mir als erstes auf, dass die Hose blau ist. Tatsächlich. Es ist unschwer zu erkennen, doch ich freue mich sehr über die Farbauswahl. Endlich mal ein wenig Farbe auf den Trampelpfaden.
Desweiteren fällt mir sofort auf wie weich und leicht die Hose ist. Das Material „Invigor/Viente“ (was auch immer das sein mag), fühlt sich sehr samtig und angenehm an.
Die Hose hat auf der linken Rückseite eine Reissverschlusstasche sowie eine reissverschlusslose Tasche an der rechten Rückseite, auf deren Funktion ich weiter unten eingehen werde.
Die dunkelblau abgesetzten Bereiche an der oberen Rückseite der Hose, sowie an den seitlichen Rändern bestehen aus sehr dünne, netzartigen Stoff, durch den man hindurchgucken kann und der eine hohe Atmungsaktivität verspricht. Ein elastischer Bund sowie eine luftige Innenhose findet man auf der Innenseite der Hose. Außerdem gibt es seitliche Reflektoren und auch das Arc´teryx-Emblem auf der Vorderseite runden den hochwertigen Eindruck der Hose ab.
Ob sich der hochwertige Eindruck der Hose auch in der Funktionalität und dem Tragekomfort wiederspiegelt?
Die erste Anprobe bestätigt zunächst einmal das samtig-weiche Gefühl der Hose. Während man bei diversen anderen Hosen sofort spürt, dass man ein Stück Plastik an den Beinen trägt, schmiegt sich die Arc´teryx Incendo Short sehr weich an die Beine. Auch während des Laufens ist die Hose angenehm zu tragen, zudem sehr leicht und luftig.
Meine anfängliche Skepsis, die Hose sei ein wenig zu „schlabberig“ wird sofort wiederlegt. Auch nach mehrstündigem Tragen zwickt und reibt die Hose an keiner Stelle. Die Hose überzeugt auf der Komfortline vollkommen.
Doch was ist mit der Qualität und der Funktionalität der Hose? Hält diese auch einem Härtetest in den rauhen Alpenregionen stand?
Im Juni in Kühtai, sowie während der 4-Trails hatte ich die Gelegenheit, die Hose einem absoluten Härtetest zu unterziehen und ich sage euch: geschont habe ich sie keinesfalls.
Nach den ersten Flussdurchquerungen bin ich total überrascht, dass meine Hose immernoch trocken ist. Ich möchte es wissen und bespritze die Hose nun selbst mit Wasser und siehe da: Das Wasser perlt an der Hose ab. Da ich das nicht gewusst habe, freut es mich umso mehr. Auch nach mehrmaligem Waschen bleibt der „Lotosblüteneffekt“ (ich nenne ihn mal so) der Hose erhalten. Lässt man das Trockenbleiben der Hose beim Planschen mal ausser acht, so ist dieser Effekt vorallem bei sehr langen Touren im Sommer bei hohem Schweissverlust überaus angenehm und meiner Ansicht nach das, was die Hose neben dem überragenden Tragekomfort auszeichnet. Während herkömmliche Kunststoffhosen den Schweiss vom T-Shirt aufnehmen und nach ein paar Stunden Laufen klitschnass sind, bleibt die Arc´teryx Incendo Short auch nach knapp 10 Stunden Laufen in der brütenden Höhenhitze der Alpen stets trocken. Kein Scheuern, kein Zwicken, garnichts. Während meine bisherige Lieblingshose bald durchnässt war und am Schritt sowie dem Hosenbund unangenehm scheuerte, passierte mir das bei der Arc´teryx Incendo Short nicht. Auch nach drei Tagen hintereinander hat die Hose ihre Funktionalität immernoch. Keine Abstriche.
Die Reissverschlusstasche gehört bei jeder Laufhose mittlerweile zur Standardausstattung und wie schon oben erwähnt, ist auch an dieser Hose eine vorhanden. Wichtiger neben dem reinen Vorhandensein der Funktion ist die Robustheit des Reissverschlusses. Während mir bei anderen Hosen der Stoff oft im Reissverschluss hängengeblieben ist und ein Ärgernis darstellte, ist das bei der Incendo Short bisher kein einziges Mal passiert. Man kann meine Bedienung der Reissverschlüsse durchaus ruppig nennen, doch die Incendo Short kann das gut ab.
In die reissverschlusslose Tasche habe ich sehr oft meine Armlinge deponiert. Zwar musste ich mit ein wenig Gewalt nachhelfen, doch auch das haben die Nähte überstanden. Auch diverse Gels, Riegelstücke oder sogar Bananenstücke (mit Schale) sind während des Wettkampfs dort untergekommen.
Während der 4-Trails bin ich mit der Hose diverse Male an Ästen hängengeblieben und habe mir an Felsen oder spitzen Steinen die Beine zerkratzt, die Hose hat keine einzige Schramme davongetragen.
Auch läufertypische Vaseline-Kuren macht die Hose anstandslos mit. Schöner noch: Mit der Hose braucht man keine Vaseline mehr.
Die Hose hat mich bei allen Punkten, die mir wichtig sind (Erster Eindruck, Komfort, Qualität, Funktionalität) überzeugt und auch nach langer Suche habe ich keine Nachteile gefunden. Man könnte den hohen Preis (64,95€)als Nachteil anführen, sollte man in diesem Falle aber nicht tun, denn für den Preis bekommt man höchste Qualität, Funktionalität und Komfort.
Um das ganze zusammenzufassen:
Die Arc´teryx Incendo Short ist angenehm weich auf der haut, sehr luftig, leicht, lässt Wasser abperlen, besticht mit großer Funktionalität und Qualität. Eine Hose, die den Läufer in ruppigen Bedingungen nicht im Stich lässt und für sommerliche Temperaturen hervorragend geeignet ist.
Diese Hose ist jeden Cent wert und bekommt von mir eine absolute Kaufempfehlung.

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