menikmati.

menikmati: indonesisch für Spaß/Freude.

„Bear with me for a while“

Mein Versuch, während der Laufpause alle Wälder zu vermeiden, um nicht auf dumme Gedanken zu kommen, ging am Dienstag schief.
Das Wetter war angenehm und eine innere Stimme sagte mir, dass ein kleiner Spaziergang im Wald mir sicherlich gut tun würde. Von wegen frische Luft und so.
Der Übergang von der Stadt Darmstadt in den Wald Darmstadt ist ziemlich schroff und im Winter eher unscheinbar. Wahlweise fährt man 3 Haltestellen Richtung „Böllenfalltor“ und befindet sich an der hinterletzten Endstation Darmstadts, wo die Busse in die Tiefen des Odenwaldes bzw. der Bergstraße weiterfahren. In meinem Fall läuft man von der Wohnung dorthin. So oder so, steht man irgendwann vor einer großen und betriebsamen Kreuzung und steht (im Winter) vor einer bräunlich-dunklen, manchmal schneebedeckten Wand. Grauer Asphalt, grauer Himmel, brauner Waldrand. „The dark side of endurance“ quasi.

Was mich jedoch diesmal erwartete, als ich am Eingang zum Wald stand war folgender Anblick:

Oh Gott, die Bäume sind ja grün! Geradezu einladend. Am liebsten wäre ich jetzt zurückgekehrt, hätte mich in meinem Zimmer eingeschlossen, die Rollos runtergefahren und im dunkeln geschlafen, aber wenn man schonmal hier ist, kann man seine Hausroute ja mal ab“gehen“. Wie es der Sarkasmus des Lebens nun mal so will, habe ich an diesem Tag drei neue, wunderbare Pfade entdeckt und ich zähle nur die, die ich dann auch tatsächlich abgegangen bin.
Ich hatte ja schonmal geschrieben, dass ich zuvor mit Scheuklappen durch die Gegend rannte. Anscheinend habe ich sie nur auf einem Auge abgenommen. „Wer so blind durch die Gegend rennt, hat auch nichts anderes verdient.“
Nach zweieinhalb Stunden war ich dann tieftraurig zu Hause, mit der Gewissheit,, dass sich vor meiner Haustür ein Trampelpfad-Kleinod befindet.

Mittwoch. Dreizehnter von Vierzehn selbstverordneten Pausentagen. Zum Teufel damit.
Die Apothekenanzeige, zeigt 20 °C, alles blüht, ich laufe in T-Shirt und kurzer Hose über den Campus. Den ganzen Vormittag kämpfe ich jedenfalls mit mir selbst und suche Gründe, von meinem eisernen Vorhaben, genau 14 Tage Pause zu machen, abzurücken.
Trotz spielt auch eine (große) Rolle, da ich den Professor der Sportmedizinvorlesung (ja, Maschinenbauer machen zum Ende ihres Studiums auch sowas) heute nicht begegnen möchte. Der hatte in der Woche zuvor nämlich die abwegigste aller Prognosen gestellt, die ich hier nochmal zusammenfassen möchte:

  1. 4 Wochen Sportpause (kein Alternativsport) und (kontraproduktive) Bandage mit Fersenkeil (O-Ton: „Achillodynie, sie können das ja mal googlen“)
  2. Sofort aufschneiden. Das wird NIEMALS besser, wenn man das nicht aufschneidet (O-Ton: „Wenn sie einen Sportwagen haben, wollen sie ja auch nicht, dass der Geräusche macht. Sie können nur hoffen, dass ihre Sehne möglichst schnell reißt.“
  3. 2 Wochen Sportpause, währenddessen Alternativsport und Waden-/Sehnenübungen

Vorschlag 1 und 2 von Dr. „Googlen-sie-Mal“  und Prof. Dr. Knackwurst (Namen von der Redaktion geändert) wurden von meinem schizophrenen Ich einstimmig abgelehnt. Ich vertraute auf Dr. Marquardt. Dem Arzt, dem die Sportler vertrauen (sollten).

„Long story short“

Ich schwänze die Vorlesung und auch mein Mitbewohner freut sich, mich in Laufklamotten wiederzusehen. Ich bitte ihn, mir die Daumen zu drücken, schnüre die Schuhe und laufe los. Nach 5 Metern stolpere ich fast, so lange ist der letzte Lauf (gefühlt) her.
An der Kreuzung stehend, warte ich darauf, dass die Ampel grün wird. Der Wald hinter dem Restaurant „Bölle“ ist es nämlich schon. Meine Mundwinkel verkrampfen, denn so breit habe ich schon lange nichtmehr gelächelt. Dieser Tag ist perfekt und ich passe ebenso perfekt in ihn hinein. Der Waldboden ist braun, die Bäume tragen grün und die hereinscheinende Sonne kreiiert ein wunderschönes Licht- und Schattenspiel. Mit meinem knallgelben Laufshirt und den schreiend-roten Laufschuhen laufe ich die ersten Trampelpfadmeter im Frühling. Der Goethefelsen, seines Zeichenes Ultrakurz-Entsafter und Uphill/Downhill Test- und Trainingsgelände wirkt nichtmehr nur erbarmungslos, sondern erbarmungslos schön. Gestern bin ich hier mit Straßenlaufschuhen und langsam gehend fast auf’s Maul geflogen und nun beißen meine roten Rennflitzer frech zurück. Hier gehöre ich hin und schön ist es zurück zu sein.

Goethefelsen.

Waldkunst („Luftschloss“) am Goethefelsen.

Vom Goethefelsen abgestiegen, biege ich gleich in einen neuen Pfad ein, den ich gestern entdeckt habe. Meine Freude verhält sich invers zu den Gesetzten der Physik bzw. des Maschinenbaus. Während man in der Technik eine Maschine nur begrenzt im „roten“ Bereich betreiben soll, da dort der Verschleiß sehr hoch und die Lebensdauer dementsprechend gering ist, hat meine Freude schon längst den roten Bereich überschritten und wenn ich eine „Drehzahl“-Anzeige der Freude hätte, würde die sich permanent im Kreis drehen. Mein Lächeln scheint in den Mundwinkeln angetackert und eine Leichtigkeit macht sich in der Brustgegend breit. Der Nebel im Kopf lichtet sich und macht Platz für die Sonne.

Die ganz steilen Anstiege gehe ich mit Armeinsatz vorsichtig hoch, denn bei aller Freude will ich es nicht schon am ersten Tag übertreiben. Beim Harry-Potter-Downhill geht es heute weiter geradeaus um den versteckten Geheimpfad den ich gestern entdeckt habe entlangzulaufen.
Kurz mal austreten. Das knistern des Laubes, das knacken der Äste, der Duft des Waldes, begleitet vom gezwitscher paarungsbereiter Kleinvögel während ich mich am Baum erleichtere. Wie sehr habe ich das vermisst 😉
Der neue Geheimpfad. Eng, verwinkelt, von Bäumstämmchen und Ästchen übersäht, mal wurzelig, mal grasig mal nadelig, am Stacheldrahtzaun vorbei, über eine Wiese wo ich Tags zuvor noch zwei Rehe erblickt habe. Leider ist das Ende an einem asphaltierten Radweg, aber das macht mir heute nichts aus. Auf ebenjenem Weg in den Wald zurück, am Brunnen vorbei, den Prinzenberg hoch…


… und diesmal nicht den üblichen Weg hinunter sondern dem ausgetretenen Graspfad folgend, den Hügel hinab, den Blick auf die südlichsten Stadtteile Darmstadts gerichtet und mitten im satten Grün. An einer Parkbank genieße ich kurz die Stille…


Und weiter geht’s auf zunächst bekannten Pfaden, ehe ich am Baum stehe, der den Eingang zum Kinder-Waldkunst-Pfad markiert. Abgegangen bin ich diesen Pfad zuvor nicht, weiss also überhaupt nicht, was mich hinter dem Baum erwartet.

Kinder-Waldkunst-Pfad

Der ganze Darmstädter Wald ist von Waldkunststücken geziert, die größtenteils echt schön sind. Auf diesem Pfad haben sich die Kinder künstlerisch ausgetobt. Wie ein Kind tobe ich mich auf den Trampelpfaden aus und bin hellauf begeistert. Schmal, verwinkelt und verspielt, knackig bergauf, rasant bergab und keineswegs einfach zu laufen. Ein Kinderspiel ist dieser Pfad jedenfalls nicht. Mein Gott, welch Wortwitz 😀

Ich bin scheinbar am Ende des Pfades angelangt. Ich schaue mich um. Rechts und Links geht es auf Schotterwegen entlang und ich habe keine Lust dort nach einem Einstieg in die Trampelpfadgebilde des Waldes zu suchen. Also doch nochmal zurück und dem „Kinder“-Pfad in die Wangen kneifen? Doch hey, hinter dem Baum versteckt sich was. Ein Pfad!!

 „Als weiter“ sagt der Hesse und ich gehorche. Ich stehe vor einem Metallzaun, doch der Pfad geht weiter. Mir dämmert, dass ich am Polizeipräsidium bin und jetzt weiss ich auch wieder, wo ich bin. Der Pfad geht verspielt weiter und irgendwann an einer Ansammlung an Gartenlauben und Anhängerhäuschen vorbei was ich spontan als „gated community“ oder „Sektenkinderhort“ abkanzeln würde. Doch das tue ich nicht, denn der Pfad ist superschön und geht immer weiter und weiter bis ich irgendwann Gänsehaut bekomme und ein Schauer Freude über meine Haut weht. Ich komme am Goethefelsen an.

Auf allen Vieren kraxle ich den Mount Goetherest hinauf, der jetzt auch frühlingshaft-fröhlich daherkommt. Im Winter hüllt er sich weiss und gibt nicht die vielen Pfade frei, auf denen man ihn erklimmen oder von ihm herablaufen kann.
Heute ist die Felsen ziemlich lasziv und zeigt mir unendlich viele Wege, auf denen ich sie besteigen kann (ich hoffe ihr versteht, warum der Felsen in diesem Satz weiblich ist für mich).
Der Lauf ist dann auch schon zu Ende und jetzt geht das Hoffen los. Der gesamte Lauf war schmerzfrei und hat sich sowohl gut als auch richtig angefühlt. Doch die letzten Male ist das Bein im verlaufe der Stunden danach angeschwollen und die Sehne tat weh.

Was diesmal nicht so war. Donnerstag aufgewacht, es tut nichts weh. Sieh einer an. Befinde ich mich auf dem Weg der Besserung? Im Keim ersticke ich den „Ich bin wieder fit“ Gedanken in meinem Kopf. Abwarten.
Im Verlauf des Donnerstages passiert weiter nichts an meinem linken Bein und auch meine Freundin ist leicht genervt und mahnt mich des öfteren, dass ich da nicht so oft dran rumfummeln soll. Am Bein.
Freitag früh wieder zurück in die eigene Wohnung, gleich die Schuhe geschnürt und ab auf die Pfade.
Es ist Regen angekündigt für den Mittag, der Morgen ist allerdings sonnig. Also ein klein wenig Sonne tanken.
„Ob die Sense Mantra nicht doch ein wenig zu flach sind?“ sind meine Gedanken als ich über den Campus Lichtwiese zum Kotelettpfad laufe. Die weissen Kompressionsstrümpfe sollen heute eher als Beinwärmer dienen. Ok, sie passen auch zum Laufshirt. Und zum Buff.
Der Darmbach rauscht fröhlich vor sich hin und ich geselle mich für ein paar Minuten zu ihm. Schön hier.
Weiter geht es ein schönes Foto mit Sonne machen…

 ..ehe die Wolken sich zwischen mich und der geliebten Sonne setzen, die sooo lange irgendwo im Süden war. Zwar ist die Sonne weg, allerdings kann ich immernoch in kurzen Sachen laufen, die Temperaturen sind sehr angenehm. Wenn man bedenkt, dass ich vor einem Monat – auf der „Taunus Trailrunning Weekend“ genannten Nanga-Parbat-Expedition – drei Schichten am Oberkörper, zwei an den Beinen, drei am Kopf und drei an den Füßen getragen habe, kann man das hier durchaus als Exhibitionismus bezeichnen.

 Jedenfalls ist der Kotelettpfad bei milden, frühlingshaften und teilweise sonnigen Verhältnissen wesentlich einladender, da auch grüner. Generell ist die Natur im Frühling weniger harsch und unfreundlich als im Winter. Die Vögel zwitschern mich freundlich an und zeigen mir nicht den Vogel, wie im Winter. Eheheheh. Haha.

Ich wundere mich, warum ich hier kaum jemandem begegne. Immerhin ist der Kotelettpfad nicht nur wunderschön, sondern auch relativ bekannt. Zumindest in Darmstadt. Ob das wohl daran liegt, dass es Vormittag ist und außer Studenten und Rentner jeder arbeitet? Mag sein.

Tatsächlich begegne ich einem anderen Läufer, allerdings auf den paar Metern Waldautobahn zum nächsten Trampelpfad. Nein, ich urteile nicht, würde mich jedoch freuen, wenn mir jemand auf den Trampelpfaden entgegenkäme. Den würde ich gleich zum Café einladen.

Wie dem auch sei, habe ich heute den Kotelett- und den Kinder-Waldkunstpfad über den Herrgottsberg und den Goethefelsen verbunden, mich gefreut und sehr viel Spaß gehabt.
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Der THR33KY 7-HILL THRILL. Eigentlich hatte ich abgesagt und bin doch gekommen. Laut Zwiebel war ich der Initialzünder und maßgeblich an der Terminierung beteiligt. Und ich sollte jetzt fehlen? Nächtelang habe ich gegrübelt und gehofft, mir den Spaß der zahlreichen Teilnehmer ausgemalt. So viele neue Leute die man kennenlernen und so viele „alte Bekannte“, die man wiedertreffen kann. Und ich sollte fehlen? Niemals.
Mein Wecker klingelt also um 4:50 Uhr und während ich in die Küche schlurfe und mein Müsli frühstücke höre ich draußen lautes Gebrüll. Die Besoffenen Leute torkeln nach einer durchzechten Nacht nach Hause. Ab in die Straßenbahn. Auch hier Besoffene Leute. Auch am Hauptbahnhof steigen Besoffene Menschen aus der Bahn und mir alkoholische Ausdünstungen in die Nase. Verdammt früh, aber zu keiner Zeit bereue ich die Entscheidung, mitten in der Nacht aufzustehen, um Deutschlands Trampelpfade zu laufen. Siebengebirge, Nordrhein-Westfalen, das Kind des Rheinlandes kommt zurück.
Dankenswerterweise sammelt mich Stefan in Wiesbaden auf und los geht die Fahrt zum schon jetzt sagenumwobenen THR33KY 7-HILL THRILL. Nach einigen Schwierigkeiten erreichen wir den Zielparkplatz und sind die ersten. Nach und nach trudeln mehr laufwütiger Menschen ein und schnell erkennt man sich am Schuhwerk oder der Kleidung. Ebenso schnell wird klar, warum das hier THR33KY 7-HILL THRILL heisst. Wir tragen hier die gesamte Kollektion zur Schau.
Der Parkplatz füllt sich immer mehr und im sekundentakt hört man hier das Eis brechen. Schnell findet man ein Thema und unterhält sich angeregt. Mir wird warm ums Herz und leer im Magen. Es ist 10 Uhr und das Frühstück schon 5 Stunden her. Steffen rettet mich mit einer Banane, die mir sogleich auf den Boden fällt. Dreck reinigt den Magen.
Man freut sich, dass ich doch noch gekommen bin, was wiederrum mich tierisch freut. Wer bin ich schon, dass man sich über meine Anwesenheit freut? Ok, ein lustiger Vogel 😉
Ein Gruppenfoto wird geschossen:
Pokemon. Gotta catch’em all
Auch die „Backstage“-Fotos möchte ich euch nicht vorenthalten.
Hinterköpfe links.
Mrs THR33KY herself
(prominente) Hinterköpfe rechts.
Als die letzten Läufer da sind geht es auch gleich den Hügel hoch. Ist klar, wir sind hier auf einer Trampelpfadveranstaltung. Alles andere wäre auch irgendwie mist.
MacPotatoGaida und Turbo-Torsten.
Man läuft und unterhält sich, witzelt und lacht, macht blöde Sprüche und hat eine gute Zeit. Es sind 4 Stunden angepeilt, ich werfe einen Blick auf die Uhr: Schon 48 Sekunden rum. Noch mindestens 3 Stunden, 59 Minuten und 12 Sekunden pure Freude. Ich möchte jede einzelne genießen.
So geht es auch gleich auf wunderschöne, teils verspielte, teils schwierige Trampelpfade. Oft bergauf, manchmal bergab. Schnell vergesse ich, dass ich hier eigentlich langsam machen und gelegentlich abkürzen wollte.
„Glaubste ja wohl selber nicht, dass du da jetzt hinfährst und irgendwas abkürzt.“
sagte mein Mitbewohner am Vortag. Mittlerweile kennt er mich sehr gut 😉
Jeder Anstieg wird mit einem atemberaubenden Fernblick über den Rhein und einem schönen Downhill belohnt. Das Höhenprofil ist wellig, keine extrem langen An- oder Abstiege, was das ganze sehr kurzweilig und spaßig, aber nicht minder anstrengend macht. Zwiebel hat sich die größte Mühe gegeben eine sowohl anspruchsvolle, als auch einzigartige Strecke zusammenzubasteln. So phantasievoll, dass man die Pfade garnicht als solche erkennen konnte und sogar Zwiebel selbst manchmal (ok, einmal?) Probleme hatte, den Zugang zu finden. Man fragt sich, wozu „Pre-Runs“ durchgeführt wurden 😉
Im Vorfeld hatte ich mir ein paar Bilder zur Strecke im Google Earth angeguckt, der Vorfreude wegen. Dabei viel mir ein besonders schöner Downhill auf. Nennen wir ihn Tretschbachdownhill. In einer Halbröhre gelegen (sowas nennt man „Hohlweg“. Wieder was gelernt), wird der Tretschbachdownhill von einem kleinen Bach durchzogen, an dessen Rändern man bergab läuft. Mal linker- mal rechterhand, aber immer schmal und schlammig. Baumstümpfe auf, ganze Bäume am Weg und ein Baum, der sich wie eine Brücke über die Halbröhre legt und das Idyll perfekt macht. Ich klemme mich gleich hinter unseren Guide Zwiebel, der hier ein ordentliches Tempo vorlegt, was mir sehr gefällt. Nachdem er in die erste große Schlammlache getreten und der Schlamm links und rechts wegspritzt, höre ich ein zufriedenes Lachen von ihm. Wir haben Spaß. Soviel Spaß, dass ich alle meine Kenntnisse von Schwerkraft und Traktion über Bord werfe, den Grip meiner Schuhe an ihre grenzen bringe und beinahe im Bachlauf lande. Freude. Adrenalinrausch. Doch irgendwann ist auch der Tretschbachdownhill zu Ende. Erstmal kurz klarkommen. 
Ich stelle mich hinter einen Stein, der den Pfad hochzeigt und fotografiere und beobachte die anderen, die nach und nach runterkommen. Ausnahmslos jeder hat ein Lächeln auf den Lippen und viel Spaß in den Backen und alle sind sich einig, dass der Tretschbachdownhill das Highlight dieses Laufes ist, was fast schade ist, da die gesamte Strecke ein Highlight ist und der Tretschbachdownhill das Superhighlight. So formuliert passt es 😉
Ich hoffe man deutet meinen aufgedrehten, tollwutähnlichen Zustand nicht mit Verrücktheit, sondern Spaß. Selten habe ich bei einem Lauf soviel Spaß gehabt und gelacht und am liebsten würde ich jeden einzelnen umarmen und ihm oder ihr sagen, wieviel Spaß ich hier dank dieser Person hatte. 
Da ich das nicht in Persona tun konnte, tue ich das an dieser Stelle: Ich hatte sehr sehr viel Spaß mit dir!
Während man in Sportarten wie Fußball FAIRPLAY, Vielfalt und Miteinander predigt und sich auf dem Feld mit Nicklichkeiten bekämpft, werden diese Maximen beim Trampelpfadlaufen aktiv gelebt. Hier ist sowas selbstverständlich. Niemand wird im Vorsatz abgegrätscht, keiner geht theatralisch zu Boden und jammert (außer Daniela M. aus N. vielleicht 😀 Sorry, musste ein <3). Einig im Geiste, vielfältig in allem anderen und miteinander laufend. Für das Miteinander sind wir schließlich alle hier. 
Der Körper ist heilfroh, der Geist wäre noch weitere viereinhalb Stunden weitergerannt. Der THR33KY 7-HILL THRILL ist zu Ende. Die meisten lassen diesen wunderbaren – leider nicht mit Sonne gesegneten – Sonntag im Einkehrhaus ausklingen. Nach dem Salat, dem Flammkuchen (den ich brüderlich teile) und dem alkoholfreien Weizenbier suhle ich mich in Selbstzufriedenheit. Ich bin momentan der glücklichste Mensch auf Erden. Mich könnte mal jemand am Bauch oder Hals kraulen. Das meint man wohl, wenn man „pudelwohl“ sagt.
Spezieller Dank geht raus an:
Stefan, für das Abholen und zurückbringen. Dankeschön!
Zwiebel, für die Bilderbuchstrecke
Olaf, für das Namengeben und die schönen, abgefahren Shirts und den Spaß und alles
Steffen, für die Banane
Berend, für den Riegel
Christian, für die PowerPotato (habe noch nie eine so leckere Kartoffel gegessen)
Jens, für die Flasche Apfelschorle und alles andere (stelle ich zu den Pokalen und Medaillen ;-))
Moment. Ich stelle fest, dass ich mich hier ziemlich durchgeschnorrt habe 😀
Martin, für die Bilder, die ich noch nicht gesehen habe 😉
Sascha, für die kackblöden Sprüche und als einer der ersten Stammleser meines Blogs 😉
An alle anderen, die meinen Blog lesen (und mich darauf ansprechen): Danke danke danke, das macht mich stolz und glücklich und ein wenig abgehoben 😉
Bonnie, für’s wärmen von Beinen und Händen. Mal wieder.
Sebastian, für das Stativ-sein, das gute Zureden und den Spaß, geiler Tüüp
Torsten, dito.
Doro, den Engel der Trampelpfade.
Martin, Dirk und Daniela (Herzherzherz) für den Muskelkater in den Backen. Selten soviel gelacht.
Holger, der Obi-Wan Kenobi der Trampelpfade, der mich sein junger Trampelpfad-Padawan sein lässt 😀
Für die, die ich hier nicht namentlich erwähne:
Dein Name, denke dir einen schönen Satz, passend zu dir, aus. Denn auch du hast mir Freude bereitet.
Und nimm’s mir nicht übel, ich habe einen Kopf wie ein Sieb. Ich hoffe, ich kann das bei unserem nächsten gemeinsamen Lauf wieder gut machen 🙂
Für alle Wanderer, die beim Umziehen auf dem Parkplatz einen Blick auf meine „Breitseite“ werfen mussten:
Entschuldigung. Kommt wieder vor.
Den Matsch, den ich an den Schuhen und der Kleidung wieder mit nach Hause geschleppt habe, habe ich großzügig im Zimmer verteilt und dort bleibt er auch liegen. Als Deko und schöne Erinnerung.
Matsch und Wunden. Die Medaillen und Pokale des Trampelpfadlaufens.
Hoffentlich sehen wir uns alle ganz bald wieder!
Herzherzherz.
Hier noch ein paar meiner Bilder:

Chaos Trampelpfad Club

TriTo. Der Einzig Wahre.

Oh, wie schön ist das Siebengebirge.

Kerl wie’n Baumstamm. Marathon-Stadtmeister von Lohmar. Was’n Tüüüüüüüüüp.

Martin.

Äääätzende Typen.

Lebende Legenden.

Mein persönliches Lieblingsbild.

Ein Gedanke zu „menikmati.

  1. Sascha Rupp sagt:

    Wie immer…ein Kracher 😉

    Grüße auch von Bonni

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