1. Trampfelpfadlauf Taunus Wochenende

„Glücklich sein ist der Gesundheit zuträglich, sagte schon Voltaire“.
Dies schrieb mir mein geschätzter und „alter“ Mannschaftskamerad Jan als ich krank war.
Wie kann ich glücklich sein ohne zu Laufen? Bzw. muss ich schon ziemlich glücklich (im Kopf) sein um an Björns TRAILrunning Taunus Weekend teilzunehmen. Ausserdem sollte man sich NIE über „alte Leute“ lustig machen. Niemals. Vorallem ich nicht 😉

Wie kann ich dieses Erlebnis denn nun würdevoll in einem Bericht zusammenfassen? Wörter alleine können das kaum wiedergeben, also werde ich sowohl auf visuelle als auch akustische Hilfe zurückgreifen, um außenstenden das ganze so nah wie möglich zu bringen:

Nachfolgend also das 1. TRAILrunning Taunus Weekend chronologisch aus meinem Kopf, mit meinen Augen.
Kocht euch eine Café/einen Tee, nehmt euch Zeit (und guckt euch zumindest die Bilder an)… 

Nachdem die Anmeldung für das 1. TTW rausgegangen war, begann bei mir die Vorfreude. Bis dahin muss ich fit werden und gesund bleiben und mir darf nichts dazwischen kommen und und und.
Was passiert? Ich werde krank. Aus einer Woche werden drei und laufen ist eher nicht drin. Ob das jetzt Sinn macht da teilzunehmen? Tue ich mir und den anderen Teilnehmern einen Gefallen damit?
Ich erläutere Björn mein Dilemma, er ermutigt mich trotzdem zu kommen und es besteht die Möglichkeit, an jeder Verpflegungsstelle auszusteigen. „Komm und lauf, wenn’s nicht geht, steigst du aus.“ Nach dem Telefonat wird mir (ansatzweise) klar, wieviele Gedanken Björn sich gemacht hat.
„Sie können, sie dürfen und sie sollen wieder Sport machen.“ sagt mir der Kardiologe. Sehr gut.
Frühlingsbeginn ist zwar schon, aber der Wetterbericht sagt was anderes und wenn man keinen Schnee vor der Haustür hat, muss man sich auf die Bedingungen im Taunus anderweitig vorbereiten:

Vorbereitung auf Downhills im Schnee.

 … im Downhill hat die Vorbereitung zumindest einiges getaugt!

Der Tag X ist gekommen. In dem Moment wo Berend mich am Bahnhof abholt, beginnt auch schon der Spaß. Die Autofahrt ist sehr lustig und in der Jugendherberge angekommen warten bereits Björn und Niels auf uns. Wir helfen ein wenig beim Ausladen/Aufbauen und irgendwann trudelt Carsten ein. Man kommt ins Gespräch, das Eis ist schnell gebrochen (Eis werden wir noch genug sehen an diesem Wochenende). Wir quatschen uns sofort fest, ehe peu à peu die anderen Teilnehmer in die Herberge kommen. Zimmer werden bezogen und auf dem Gang ein mittelschweres Gespräch angezettelt. Wo man überall sonst Kennenlernrunden macht (Wir schmeißen jemandem einen Ball zu und nennen seinen Namen. Das ist toll.), geht hier alles von allein.
Während man als passionierter Trampelpfadläuferei von Frau (Mann) und Freunden oft als „bescheuert“ abgekanzelt wird denkt hier jeder:
„Endlich normaale Leute“.

Björn sagt, dass er nervös sei. An seiner Stelle wäre ich das sicherlich auch, aber das alles ist so perfekt durchorganisiert, dass da garnichts schiefgehen kann. Was auch im ersten Briefing deutlich wird. Eine sehr liebevolle Präsentation der Strecke, wann wir wo vorbeikommen und verpflegt werden oder aussteigen können. Orthomol, Erdinger, HIGH5 und SportBeans (danke Olaf) konnte Björn als Sponsoren für sich gewinnen. Super Sache!
Die 3-Taunus-Trails können sich organisatorisch sicherlich neben 4-Trails und Transalpine-Run einordnen. Sage ich jetzt einfach mal so 😉
Sogar den Bürgermeister konnte Björn überreden, den Startschuss zu geben. Tolle Wertschätzung uns gegenüber, sind wir doch aus weiten Teilen Deutschlands angereist um 3 Tage lang den Taunus zu erkunden und zu genießen. Naturfreunde zu Gast im Taunus.

Der sichtlich frierende Bürgermeister gab den Startschuss für
Tag 1 des 1. TRAILrunning Taunus Weekends: Der Nachtlauf

Für mich ein ganz besonderes Ereignis, bin ich doch nie wirklich in der Nacht gelaufen, weil ich allein einfach zu viel „Fear of the Dark“ habe. Gleich zu Beginn ging es über den Schneehügel hoch und die Temperaturen sind für die aktuell herrschende deutsch-sibirische Kälte eher angenehm. Spätestens nach dem knackigen Anstieg. Die Stirnlampen lassen die Schneedecke und den Wald in einem bizarr-schönes Licht erscheinen und vom Ende des „Trecks“ ergab sich mir (immer wieder) ein wunderbarer Anblick der Lichterkette, die sich durch den Taunus hervorarbeitet. Oft habe ich quer in den Wald geguckt und die Dunkelheit auf mich wirken lassen. Der Mond hat ebenfalls seine Stirnlampe eingeschaltet, allerdings den Fehler gemacht, auf ein billigeres Modell zurückzugreifen, welches nicht ganz in der Lage ist, durch die Wolken hindurch zu scheinen.
Ich führe viele Gespräche und angeregte Unterhaltungen während des Nachtlaufs und lerne meine Mitläufer näher kennen. Man verliert sich schnell in Fachsimpelei, stellt sein Laufrevier vor, lädt sich gegenseitig zu einem Besuch ein, tauscht sich über Material aus. Nirgendwo sonst sind sich die Grundeinstellungen so ähnlich. Während ich relativ schnell in Ehrfurcht vor den Leistungen anderer versinken kann, fühle ich mich hier doch sehr wohl und unter meinesgleichen als ein Teil des Ganzen. Obwohl ich unter allen Teilnehmer eher der Lauf- und vorallem der Trailanfänger bin.
All‘ das lässt die erschwerten Bedingungen vergessen, unter denen wir laufen. Festgefrorene Traktorspuren, harter, tiefer Schnee, Glatteis, betonharter Waldboden. Alles egal, alles super im hier und jetzt. An den Verpflegungsstationen gibt es Salzbrezeln, Gels, Riegel, Cola, Iso, Wasser, Tee, Bananen, Käse, Tomaten, einfach alles und noch viel mehr. Liebevoll von Ina, Sabina und Niels organisiert. Obwohl es nach jeder Verpflegung immer ziemlich steil nach oben geht, werde ich den Fehler, zu viel zu naschen, noch das ein oder andere Mal machen, ehe ich mich zurücknehme 😉
Die Route muss den Wetterbedingungen Tribut zollen, doch Björn hat an alles gedacht und einen Plan-B im Kopf. Zu keiner Zeit hat der Teilnehmer das Gefühl, dass hier etwas aus den Fugen gerät.

Nachtlauf.

Nachtlauf.

Nachtlauf.

Nachtlauf.
Nachtlauf.
Nightrun like an asshole.

Irgendwann ist die Trailnacht zu Ende, im Gruppenraum wird noch ein alkoholfreies Erdinger abgezischt, kurz geplaudert, ehe alle in ihre (Miniatur)Betten fallen wollen, was sich für den ein oder anderen aufgrund der Körpergröße als schwierig herausstellt. Nachdem wir uns auf dem Zimmer noch unterhalten ehe es „wirklich spät“ wird, legen wir uns schlafen.
Die durchnässten Funktionsklamotten werden vorher auf die Heizung gehängt und den Fehler, Nachts nochmal auf die Toilette zu gehen um beim Wiedereintritt in die Kammer des Schreckens von einer schwül-feuchten Müffel-Faust erschlagen zu werden, mache ich nicht noch einmal.

Tag 2 des 2. TRAILrunning Taunus Weekends: Ice, Ice baby, too cooold.
Oder: Die Königsetappe.

Nach einem eher unruhigen Schlaf sitze ich im mit den anderen im Frühstückssaal, wo man sich schon früh morgens unterhält und lacht. Heute soll es auf die Königsetappe gehen, ich habe ein wenig Angst. Geplant sind 40 km und 1400 Höhenmeter im Anstieg und so oder so der längste Lauf (zeitlich), den ich je machen werde. Erschwerend (für mich) kommt mein Vormonat mit sehr geringem Laufumfang und die von gestern malträtierten Beine hinzu. Neuland für mich, doch die Tatsache, dass ich aussteigen kann, beruhigt mich sehr. Wieder ein Briefing, ehe es in die Eiseskälte herausgeht. Für mich der kälteste aller drei Tage. Während beim Nachtlauf die Sonne tagsüber den Taunus ein wenig wärmen konnte, so dass wir Abends nicht so ganz frieren müssen, macht sie sich am Samstag rar. Wind bläst, Gesichtszüge erfrieren und soviel Kleidung wie ich gern anziehen möchte, besitze ich garnicht.

Spaß, Spaß, Spaß.

Kurvenlage.

„Paparazzi überall“

Gruppenfoto.

Dem Schmidt sein Weg.
Lachen trotz Eiseskälte.
Verrückte Hunde.

Rodelhang. Diesmal runter.

Woooohoo.

The „Hang“.

Weiter, weiter, immer weiter.

Bommelmann Berend.

Jens.

Vogel.

Scheisskalt.

Dort geht’s lang und da hinten wieder zurück.

Woohooo. Teil 2.

Auf historischen Wegen.

Björn „Skyhigh“ M.

Ohne Kommentar.

„Idyll“

„Aber lachen kannste noch?“

Krasse Tüüpen.

Oh, wie schön ist der Taunus.

Immernoch schön.

 

Der rechte ist die Etappe zu Ende gelaufen!

Alles im Griff.

Der Schippenmann hat Winterdienst.

Die Königsetappe ist der härteste Lauf, den ich in meiner kurzen Läuferkarriere bisher gemacht habe. Mein Marathondebüt im September war ein Witz dagegen. Die Bedingungen immernoch sehr schwer, jeder Schweißtropfen gefriert sofort und dazu das erbarmungslose Höhenprofil, welches durch den Schnee noch schwerer wird. Aber genau deshalb sind wir alle da. Um es uns so richtig dreckig zu geben 😉

Meine erste Grenzerfahrung. An den Verpflegungsstationen esse ich wenig und trotzdem wird mir übel. Mein Magen rebelliert, vorallem auf den Anstiegen. Später knurrt der Magen, die Gels helfen zwar, mir wird aber trotzdem schlecht, irgendwann bekomme ich Krämpfe in Waden und Oberschenkeln. Hinzu kommt die Kälte, die mir den Saft aus den Gliedern zieht. Die steilsten Steigungen sind am meisten mit Schnee bedeckt. Zumindest für mich heute 😉 Die Stöcke helfen mir heute garnicht, da der Schnee sehr tief ist, ich keinen Halt bekomme und irgendwie mehr Kraft aufwende als einspare. Ich rede nichtmehr um Kraft zu sparen. Stattdessen spricht mein Körper zu mir: „Junge, im letzten Monat warst du krank, konntest nicht laufen. Mach langsam. Ich kann nicht mehr.“
Bedröppelt steige ich aus, sehe es zunächst als Schmach, bin dann aber doch froh, überhaupt so weit gekommen zu sein, trotz der schlechten Vorbereitung. Immerhin war ich knapp 4,5 Stunden unterwegs und habe 1300 Höhenmeter hinter mich gebracht. Sagt mir zumindest die Uhr.
Ich bin nur ein Mensch. Ein junger dazu 😉
„Alles zu meiner Zeit“ sagte schon die fantastische Daniela. Welch wahren Worte, wenn ich so überlege.
Ina im Safety-Car/Shuttle-Service muntert mich auf und beim Plausch ist die Laune auch schon wieder gut. Danke dafür, Ina!
Ich bin froh und dankbar, dass Björn Ausstiegsmöglichkeiten anbietet, welche sich wohl bei Holgers Müllertal-Trail als sinnvoll erwiesen haben. Unter der Dusche wird mir dann auch klar, dass zu jedem Läufer eine „Support-Crew“ gehört. Die Leute im Hintergrund, die man gerne unberücksichtigt lässt, die aber einen großen Anteil an den Erlebnissen und Erfolgen eines jeden Läufers haben. Ehefrauen/-männer, Freundinnen/Freunde die viel Zeit entbehren, damit mein seiner Sucht nachgehen, sich monatelang vorbereiten und an Veranstaltungen teilnehmen kann, die helfen und unterstützen wo sie nur können, viel Verständnis mitbringen und die ein oder andere Laune aushalten. In diesem Sinne danke an alle, die in diese Kategorie fallen.
Mein Lauftag endet früher und von Krämpfen geplagt habe ich Probleme aus den Schuhen zu kommen. Mir tut jedoch nichts weh und nach kurzer Zeit fühle bin ich (zumindest mental) wieder so weit, dass ich wieder laufen könnte. Meine Zimmerkameraden trudeln ein und sagen mir, dass ich das letzte Stück auch hätte mitlaufen können. So wild wäre das nicht gewesen. Danke dafür Jungs! Da ich nicht nur zum Laufen, sondern auch zum Leute kennenlernen gekommen bin, freue ich mich auf das gemeinsame Abendessen und leider habe ich nicht soviele Ohren und Münder, wie ich gerne hätte um jeden genügend auszufragen und zuzuhören. Ich stelle fest, dass Trampelpfadläufer neben der Liebe zur Natur auch alle eine ausgeprägte soziale Ader haben. Neben Björns und Holgers Spenden-Trail-Lauf hat Christian (der extra aus Augsburg angereist ist) einen „Lauf (mit) nach Afrika“ organisiert. Finde ich super und wenn ich groß bin, möchte ich auch mal so etwas machen.
Im Gruppenraum geht das ganze weiter und ich nutze die Gelegenheit um die erfahrenen Hasen (ich sage nichtmehr alt, denn „der Alte (Carsten) ist immerhin zu Ende gelaufen“ 😉 ) auszufragen. Ich bekomme viele Tipps, Anregungen und Zuspruch die ich in das erste Band meiner Trail-Enzyklopädie schreibe. Als nach der Massage (sogar das ht Björn organisiert) alle beisammen sind und Björn eine Foto-Auswahl getroffen hat, schauen wir gemeinsam Bilder, lassen den Lauf revue-passieren und lachen. Plaudernd klingt der Abend aus, ehe alle wieder in ihre Betten fallen. Wir unterhalten uns auf dem Zimmer noch angeregt weiter und irgendwann gehen die Lichter aus. Von Anfang bis Ende ein toller Tag, denke ich und schlafe ein.

Tag 3 des 1. TRAILrunning Taunus Weekends: Hier kommt die Sonne (ein bischen)
Oder: „Draußen sieht es garnicht sooo kalt aus“

Ich hatte mich vor dem Morgen gefürchtet. Kann ich überhaupt noch aufstehen ohne hinzufallen? Ja, es geht. Ich fühle mich gut und bin voller Tatendrang. Puls fühlen. Nein, ich bin kein Zombie.
Berend und ich einigen uns, gemütlich zu frühstücken um nicht wieder mit einem Klotz im Magen loszulaufen. Der Start wird beim Lauf eine halbe Stunde nach hinten verlegt. „Ok, ein Brötchen geht noch.“ Einige sind leider schon abgereist, doch andere Gastläufer sind da. Blöderweise sind die noch ziemlich frisch auf den Beinen 😉
Ich fühle mich gut heute. Die Blase wurde am Vorabend verarztet, der linke Fußrücken schmerzt ein wenig. Nichts was sich nicht ertragen lass. Immerhin erlebe ich das oft genannte „Geschwollene Füße“-Syndrom nun live. Ein wichtiges Erlebnis auf dem Weg zu den 4-Trails.
Zunächst geht es geradewegs auf den Großen Feldberg und oben angekommen fühle ich mich eher wie auf einer Nanga-Parbat Expedition mit Reinhold Messner. Schnee, Wind, Eiseskälte. Der Weg auf die Skipiste ist verschneit. „Sucht euch einfach euren eigenen Weg“. Gesagt, getan. Und so schießt eine Horde wildgewordener Menschen ein Stück querfeldein richtig Skipiste und pflügt diese im Anschluss runter.
Es gibt dann viele schneefreie Teilstücke auf denen das Laufen jetzt total angenehm ist und während ich das mehrmals so sage, kommt wieder der Schnee zurück. Wir laufen und laufen, viel (Natur-)Sightseeing bis sich irgendwann die linke Achillessehne bemerkbar. Oh-oh.

Gipfelkreuz großer Feldberg.
Und wieder runter.

Sucht euch euern eigenen Weg.
Sucht euch euern eigenen Weg.
Fang den Schippenmann.
Kennt sich aus!

Es wird zäh.

Der Grund warum in ganz Hessen am Wochenende die Navigationsgeräte ausfallen.



Jens weiss meinen Gesichtsausdruck scheinbar zu deuten, fragt mich nach meinem Empfinden und ich erzähle ihm von meinen Dilemma. Es tut weh, ich möchte aber weiterlaufen. Ähnliches hat er wohl im Müllertal erlebt und ermutigt mich erneut dazu auf meinen Körper zu hören und es langsam angehen zu lassen.
Ist zwar manchmal frustrierend, aber definitiv die richtige Entscheidung. 
„Sei froh, über jeden Kilometer, den du hier geschafft hast. Das ist super!“ Zutiefst dankbar bin ich in diesem Moment, sind es doch Dinge, die ich vor Augen haben sollte, es oft aber nicht tue.
Die Tipps der Erfahreneren Läufer (und das sind hier alle) haben eine gute Wirkung auf mich. Falscher Ehrgeiz hat noch niemandem geholfen, also kürze ich auch diese Etappe ab. Meine Achillessehne wird es mir danken und die Autofahrt mit Niels ist kurzweilig und lässt den Ärger schnell verrauchen. Neben der Fachsimpelei über Trailrunning-Material werde ich hier über die neusten LEGO-Trends aufgeklärt und wünsche mir, nochmal 9 Jahre alt sein zu dürfen.
Ich humple, gönne mir eine heiße Dusche und fange schonmal an, mein Gedanken zu sortieren. Das Wochenende ist jetzt zu Ende, die Zimmer werden geräumt und der Rest der Gruppe findet sich in der Pizzeria die Straße runter ein. Auf einen letzten Plausch. Für mich die erste warme Mahlzeit seit zwei Tagen.
Der Abschied von allen fällt mir schwer, Christian begleitet mich noch bis zum Frankfurter Hauptbahnhof, wo wir unserer Wege gehen. Auf der Zugfahrt nach Hause und am Sonntagabend bin ich noch sehr aufgewühlt, schlafe aber immerhin wie ein Stein.

Das Wochenende war spaßig, anstrengend und lehrreich in vielerlei Hinsicht.
Ich durfte viele nette und einzigartige Menschen kennenlernen, konnte die erfahreneren Jungs und Mädels anzapfen und habe sowohl viel Zuspruch als auch wertvolle Tipps bekommen.
Wieder (und wieder) habe ich gelernt, das bei der Trampelpfadlauferei nicht die Leistung, sondern das Miteinander und das Erlebnis im Vordergrund steht. In drei Tagen haben wir alle sehr viel vom Taunus gesehen und erlebt. Ich freue mich jedenfalls, bei besseren Temperaturen den Taunus schneefrei und komplett neu in anderen Farben wiederzuentdecken.
Nach knapp einmonatiger Krankheit und gemindertem Laufpensum kam das komplett Wochenende für mich noch ein wenig zu früh, was in einer Achillessehnenreizung/-entzündung endete. Mein Körper hat mir schon Samstag erste Signale ausgesendet und im Nachhinein hätte ich bei der letzten Etappe vielleicht ein wenig früher aussteigen, oder sie mir ganz sparen sollen. Hätte, hätte Fahrradkette. Um diese Erfahrungen bin ich nun reicher und kann mir nun erklären, warum bei den meisten Trailrunning-Veranstaltungen die „Silberrücken“ so erfolgreich sind, bzw. den größten Teil des Starterfeldes ausmachen. Die sind einfach erfahrener und haben gelernt mit sich und ihrem Körper in Einklang und nicht in Grenzkonflikt zu leben.
Nach dem Revierguide das nächste „Aha-Erlebnis“ auf dem Weg zu meinen 4-Trails.

Schade, dass nicht jeder das miterleben konnte, was wir erleben durften: Eine rundum gelungene Veranstaltung. Das Woodstock der Trailrunning-Veranstaltungen. In positiven und drogenfreiem Sinne.
Björn hat sich – von Anfang bis Ende- sehr sehr viel Mühe gegeben: Die Teilnehmer-Infos und die Streckenbeschreibung/GPSies-Links im Vorfeld der Veranstaltung, das Begrüßungpaket, die aquirierten Sponsoren, die Organisation des Helferteams (vielen Dank Ina, Sabina, Niels und alle anderen), die Routenänderungen und die Option, aussteigen zu können. Großes, großes, sehr großes Dankeschön.
Ein Dank geht auch an Holger, der zwar auch als Teilnehmer da war, sich als Schlussläufer jedoch auch um den Gruppenzusammehalt gekümmert und unfreiwillig – neben seinen geliebten „Nicht-so-leckeren-Getreidekeksen“ – den ein oder anderen selbstgebackenen Luftkeks (Danke Olaf für den Ausdruck) probieren musste. Von wem auch immer.
Danke auch an alle anderen Teilnehmer, die die Veranstaltung mit ihren Persönlichkeiten ausfüllen sowie laufens- und erlebenswert machen. Nehmt es mir nicht übel, wenn ich hier was vergessen habe, mir ist jeder einzelne positiv aufgefallen und ich hoffe jeden Einzelnen Teilnehmer bald wiederzusehen!
Was bleibt, sind die tollen Erinnerungen und Erlebnisse. Björn hat jedenfalls bei jedem „ein Stein im Brett“…

…und ich habe erstmal genug von Schnee, Eis, Wind und Kälte. Bis bald im Frühling/Sommer.

2 Gedanken zu „1. Trampfelpfadlauf Taunus Wochenende

  1. Björn sagt:

    Einfach nur schön geschrieben…Super.

  2. Patrick Salm sagt:

    Lustige Truppe, cooler Bericht 🙂

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